Tipps zum Backen und Kochen

7 einfache Tipps zum Hefeteig gehen lassen

In vielen Rezepten wird Hefeteig verwendet, in diesen soll man den Hefeteig gehen lassen. Jeder kennt das Problem, man bereitet beispielsweise einen leckeren Kuchen mit Hefeteig vor, aber der Hefeteig geht nicht auf. Es gibt ein paar Tricks, die man beachten sollte, damit der Hefeteig aufgeht und luftig wird. Dann geht beim Backen mit Hefe nichts schief.

Seit ich meinen Brotbackautomaten* habe, mache ich Hefeteig nur noch in diesem. Er hat ein extra Teig-Programm. Der Hefeteig geht schön auf und ist sehr luftig. Wer einen Brotbackautomaten daheim hat, dem empfehle ich, den Hefeteig mit diesem zuzubereiten. Bei mir ist er seit dem immer gelungen.

Für alle anderen: Hier habe ich ein paar einfache Tipps zum Hefeteig aufgehen zu lassen zusammengefasst, mit denen der Hefeteig auch ohne Automaten gelingen sollte.

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Zubereitung

Hier wird die Grundlage für den Hefeteig gelegt. Die Zutaten sollten nicht kalt sein, da bei kalten Zutaten die Hefe kaputtgehen kann. Jedoch sollten die Flüssigkeiten auch nicht zu heiß sein. Beides tötet die Hefe ab. Am besten ist eine lauwarme Temperatur oder Zimmertemperatur. Dafür gibt es einen einfachen Trick: Die Zutaten eine Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank legen. Ebenso sollte der Teig gut und sorgfältig geknetet werden, damit alle Zutaten richtig vermischt sind.


Wie sollte man den Hefeteig hinstellen?

Allgemein heißt es, am besten geht der Teig abgedeckt an einem warmen Ort. Der Teig sollte in einer Schüssel mit einem Tuch abgedeckt werden, um das beste Ergebnis beim Hefeteig richtig gehen lassen zu erzielen. Das Tuch hält die warme Luft in der Schüssel und verhindert, dass kalte Luft einströmt und der Teig dadurch langsamer aufgehen würde. Wenn man ein feuchtes Tuch verwendet, erleichtert man der Hefe so die Arbeit.

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Standort

Eigentlich ist es egal, wo der Hefeteig steht. Wichtig ist nur, dass die Temperatur stimmt und man dem Teig genügend Zeit gibt. Im Sommer stellt man den Teig idealerweise an ein Fenster in die Sonne und im Winter neben oder auf die Heizung (je nach Temperatur dieser). Außerdem sollte man darauf achten, dass der Teig nicht in der Zugluft steht.

Temperatur

Was man zur Temperatur wissen sollte: An einem warmen Ort geht der Teig schneller auf, an einem kälteren Ort langsamer. Die ideale Temperatur um Hefe gehen zu lassen liegt bei 32 °C. Im Sommer kann man den Teig gut aufs Fensterbrett stellen und im Winter an die Heizung.


Zucker im Teig

Hefeteig geht nur so lange auf, wie die Hefe Zucker im Teig findet. Hefe ernährt sich von Zucker. Gibt es im Teig kein Zucker mehr, fällt der Teig zusammen. Auch beim Backen geht dieser dann nicht auf. Daher sollte man für Hefeteig immer Zucker verwenden.

Wie weit den Hefeteig aufgehen lassen?

Man sollte den Hefeteig so lange gehenlassen, bis sich das Volumen des Teiges ungefähr verdoppelt hat. Hierbei kommt es nicht auf die exakten Volumenmaße an, sondern das Augenmaß reicht. Er sollte locker und luftig sein. Allgemein wird geraten, den Hefeteig mindestens eine Stunde gehen zu lassen. Die Gehzeit variiert je nach Temperatur.

Den Hefeteig über Nacht gehen lassen ist auch möglich, hierfür sollte man diesen nach der Zubereitung im Kühlschrank gehen lassen.

Unterschied zwischen frischer Hefe und Trockenhefe

Oft werde ich gefragt, was besser ist: Trockenhefe oder frische Hefe? Das ist tatsächlich abhängig von den eigenen Vorlieben. Ich bevorzuge Trockenhefe*, da diese weniger anfällig ist als frische Hefe. Die Verarbeitung ist leichter, da die Trockenhefe nicht erst in beispielsweise warmer Milch aufgelöst werden muss, sondern direkt mit in den Teig eingeknetet werden kann. Auch bei der Haltbarkeit hat man mit der Trockenhefe Vorteile. Frische Hefe muss innerhalb weniger Wochen verarbeitet werden, Trockenhefe hält bis zu einem Jahr. Frische Hefe riecht jedoch besser als Trockenhefe. Geschmacklich und vom Endergebnis habe ich keinen Unterschied festgestellt.

Bei der Hefe sollte darauf geachtet werden, dass die Hefe nicht zu alt ist. Ist die Hefe zu alt, kann es passieren, dass der Hefeteig nicht aufgeht.

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Rezepte mit Hefeteig


Häufige Fragen zum Hefeteig gehen lassen

Warum muss Hefeteig gehen?

Hefeteig muss gehen, um aufzugehen und zu lockern. Der Hefepilz ernährt sich vom Zucker im Teig und produziert Kohlenstoffdioxid, das in den Teig eingeschlossen wird und den Teig aufgehen lässt.

Wie lange muss Hefeteig gehen?

Die Zeit, die Hefeteig zum Gehen benötigt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. der Umgebungstemperatur und der Menge an Hefe, die verwendet wurde. Im Allgemeinen sollte man den Teig mindestens 30 Minuten bis 1 Stunde gehen lassen, aber es kann auch länger dauern. Ein guter Indikator dafür, ob der Teig fertig gegangen ist, ist sein Volumen, das sich verdoppelt haben sollte.

Kann man Hefeteig zu lange gehen lassen?

Ja, wenn Hefeteig zu lange geht, kann er übermäßig aufgehen und zusammenfallen oder eine säuerliche Note bekommen. Es ist daher wichtig, den Teig regelmäßig zu überprüfen und ihn nicht zu lange gehen zu lassen.

5 Kommentare

  • Antworten
    Ladybird
    18. Oktober 2013 at 16:34

    Sehr hilfreicher Beitrag! Allerdings muss ich gestehen, dass ich den Hefeteig auch nur noch im Brotbackautomaten zubereite. Da wird er einfach immer perfekt!
    Viele Grüße,
    Sandra

  • Antworten
    Irmi Capellari
    13. Februar 2015 at 22:58

    Frische Hefe kann man auf Vorrat kaufen und einfrieren. Bei Bedarf die gefrorene Hefe in warmer Milch auflösen. Die Hefe bleibt so immer frisch und verdirbt nicht.

  • Antworten
    Gerrit
    29. Juli 2015 at 16:00

    Was macht man denn wenn es ein regnerischer kühler Sommer ist. Ca. 18 Grad ohne Heizung oder Sonne? Wo kann der Hefeteig dann gut aufgehen?

    • Antworten
      Saskia
      1. August 2015 at 19:03

      Hallo Gerrit,
      ich habe es selbst noch nicht probiert, aber man kann den Hefeteig auch im Backofen, der Mikrowelle oder dem Kühlschrank gehen lassen. Bei Dr. Oetker gibt es eine Anleitung dazu: Hefeteig mit Trockenbackhefe.
      Viele Grüße
      Saskia

  • Antworten
    nestus
    27. März 2016 at 13:30

    @saskia ich meine, dass die hefe bei zu niedriger temperatur nicht stirbt sondern einfach nur den stoffwechsel einstellt. Deswegen kann man sie ja im kühlschrank und eisfach, ebenso die teiglinge im eisfach aufbewahren.

    @gerrit diese herausforderung konnte ich lösen durch auf etwa 40° geheizten ofen oder waermflasche unter bettdeck. Nach dem was ich finden konnte, sterben die ersten hefezellen spätestens ab 50° den hitzetod. Heisst der teig sollte max 10 min 50+° ausgesetzt sein.

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